Projekte

Als Wissenschaftler_innen und Aktivist_innen gestalten wir auch Projekte und betreiben Forschung rund um Inter, Trans und Queer History.

Aktuelle Projekte:

 

Im Jahr 2013 startete das Lili Elbe Archiv eine dreiteilige Reihe zeitgeschichtlicher Forschung. Die einzelnen Projekte sehen sich als Impuls für die Darstellung geschichtlicher Zusammenhänge in Alltag, Forschung und Praxis nicht-normativer Geschlechtlichkeiten.

Wir archivieren nicht nur!

 

Das Zeitzeug_innen Projekt

 

Die Zeitzeug_innen Videos erfassen die Lebensgeschichte von Personen nicht-normativer Geschlechlichkeit. Sie werden narrativ geführt und erzählen so vollständig und ehrlich wie möglich aus den Erinnerungen ihres Lebens. Einen Schwerpunkt setzt die Person dabei selbst, denn eine Lebensgeschichte ist die ziemlich komplette Erzählung der eigenen Erfahrung als Ganzes unter selbstständiger Hervorhebung wichtiger Aspekte.

 

 

 

Kontemporäre Geschichte der Sexualwissenschaft

 

Die kontemporäre Geschichte der Sexualwissenschaft und ihre Wissenschaftsgeschichte sind wichtige Faktoren in den Erfahrungswelten von nicht-normativ geschlechtlichen Menschen und ihrer Lebensrealität. Schwerpunktsetzungen sind die Entwicklungen in der Bundesrepublik Deutschland, der Deutschen Demokratischen Republik und nach der Wiedervereinigung. Ebenso ist die geschichtliche Entwicklung dieser Fachrichtung in Deutschland ansich eine Schlüsselkompenente für die Forschung und die Praxis.

 

 

 

Transformative Sexualwissenschaft

 

Die Transformative Sexualwissenschaft ist der zentrale Aspekt der wissenschaftlichen Arbeit im Lili Elbe Archiv. Wir beschäftigen uns in kritischer Weise mit dem Verhältnis von Wissenschaft und Gesellschaft in einem historischen und modernen Kontext. Dabei wird ein analytischer Ansatz vorfolgt, mit dem das Ausmaß und die typischen Muster des gesellschaftlichen Wandels evidenzbasiert untersucht und erklärt werden. Dazu werden zwei wesentliche Konzepte herausgestellt und aufeinander bezogen: Zum einen die spezifische institutionelle Eingriffstiefe neuer Erkenntnisse, also die inkrementelle Bedeutung, die diese für die Lebensrealität von nicht-normativ geschlechtlichen Menschen hat (haben kann); zum anderen die Adaptionsfähigkeit der dort etablierten akademischen Strukturen, Institutionen und Kernakteure, die mit neuen Fragestellungen konfrontiert werden.